Vielfältige Angebote
Gemeinsam schaffen wir durch Kommunikation Verbindung, Vertrauen und Teilhabe.
Hausgebärdensprachkurse
Sprache sichtbar machen dort wo Familie lebt, zu Hause im vertrauten Umfeld.
Kinder lernen spielerisch und visuell neue Gebärden.
Dabei wächst ihr Wortschatz,
ihre Ausdruckskraft entwickelt sich
und ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt.
Unser Hausgebärdensprachkurs bringt die Gebärdensprache dorthin, wo Kinder sich am wohlsten fühlen, ins eigene Zuhause. Die Kurse richten sich an Familien mit Kindern, die mit Hör- oder Sprachbarrieren leben, zum Beispiel taube Kinder, hörende Kinder gehörloser Eltern (CODA) oder Kinder mit verzögerter Sprachentwicklung.
Eltern erwerben die Grundlagen der Gebärdensprache alltagsnah und passend zu ihrer Familiensituation. So entsteht eine sichere Kommunikation mit dem Kind als Grundlage für Beziehung, Erziehung und den gemeinsamen Alltag.
Ziel des Hausgebärdensprachkurses ist es, Sprachlücken zu schließen und Brücken zu bauen. So können Familien gemeinsam wachsen, im Alltag und im Herzen.
Gebärdensprachliche Schulbegleitung
Gebärdensprachliche Schulbegleitung eröffnet Kinder oder Jugendliche den Zugang zu Sprache und ermöglicht ihnen Selbstvertrauen und Teilhabe im Schulleben.
Der Fokus liegt auf Zugang zu Sprache, zu Wissen, zu sozialer Teilhabe und zur eigenen Identität.
Schulbegleitung heißt für uns, Kinder und Jugendliche zu begleiten,
sie zu stärken, loszulassen
und ihnen Raum für echte Entwicklung zu geben.
Inklusion bedeutet mehr, als nur mit im Raum zu sitzen. Unsere gebärdensprachliche Schulbegleitung richtet sich an Kinder oder Jugendliche, die im Schulalltag auf visuelle Kommunikation angewiesen sind, zum Beispiel gehörlose, schwerhörige oder CI versorgte Schülerinnen und Schüler.
Auch Kinder oder Jugendliche mit zusätzlichen Beeinträchtigungen begleiten wir individuell und achtsam, immer mit Blick auf ihre Stärken und nicht auf ihre Einschränkungen.
Unsere Fachkräfte sind an der Seite der Kinder oder Jugendlichen im Unterricht, bei Gruppenarbeiten, Projekten, Ausflügen oder in Pausen. Sie unterstützen dort, wo Sprache zur Barriere wird, sichern das Verständnis von Inhalten und schaffen Orientierung im schulischen Umfeld. Dabei stehen sie nicht im Vordergrund, sondern stärken Schritt für Schritt die Eigenständigkeit.
Gebärdensprachliche Assistenz in der Kita
Gebärdensprachliche Begleitung von Anfang an für Sicherheit und Teilhabe.
Kinder lernen spielerisch und visuell neue Gebärden.
Dabei wächst ihr Wortschatz,
ihre Ausdruckskraft entwickelt sich
und ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt.
Unsere Fachkräfte begleiten Kinder im Kita Alltag feinfühlig und individuell, immer mit Blick auf ihre sprachlichen und sozialen Bedürfnisse. Dabei geht es nicht um Förderung im klassischen Sinn, sondern um den Zugang zur Sprache durch Gebärdensprache, gelebte Kommunikation und echte Präsenz.
So können Kinder aktiv am Gruppengeschehen teilnehmen, Sicherheit entwickeln und Beziehungen in der Gemeinschaft aufbauen. Sie erleben, dass ihre Sprache zählt und dass sie verstanden werden.
Wir arbeiten alltagsnah, bindungsorientiert und mit einem tiefen Verständnis dafür, was Kommunikation im frühen Leben bedeutet.
Die gebärdensprachliche Begleitung im Kindergarten ist dabei oft der erste Schritt zu einem sicheren Bildungsweg. Sie legt die Grundlage, damit Kinder später auch in der Schule gestärkt starten und ihren Platz finden können.
Deutschlandweit
für Sie da
VUNT ist besonders stark in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Hier begleiten wir Kinder mit Hör- oder Sprachbehinderung und ihre Familien im Alltag, in Kitas und Schulen.
Unsere Angebote sind auch in anderen Regionen möglich, überall dort, wo Bedarf besteht. Auf unserer Karte sehen Sie, wo wir bereits aktiv sind. Vielleicht bald auch bei Ihnen?
Haben Sie Interesse? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!
Wenn dein Kind nicht hört – und doch alles versteht.
1. Die Diagnose – und was sie wirklich bedeutet
Von 1000 Neugeborenen kommen ein bis drei mit einem Hörverlust auf die Welt. Manchmal ist das eine leichte Schwerhörigkeit, manchmal Taubheit – manchmal zeigt es sich erst später.
Doch der Moment der Diagnose trifft tief. Vielleicht hältst du gerade dein Baby im Arm, als du hörst:
„Mit Ihrem Kind stimmt etwas nicht.“
Du bist schockiert, voller Angst. Alles, was du willst, ist, dass dein Kind gesund ist. Und plötzlich sprechen Ärzte von Operationen, von „normal hören“ mit einem Implantat, von Entscheidungen, die schnell getroffen werden müssen.
Du wirst überflutet mit Informationen, Mitleid und Druck – noch bevor du überhaupt verstehen kannst, was all das bedeutet.
2. Was du jetzt fühlst – ist normal
Verunsicherung. Panik. Schuldgefühle. Aber du bist nicht allein. Viele Eltern erleben diese Phase – und sie überstehen sie. Denn: Dein Kind ist immer noch dasselbe Kind wie gestern. Nur die Perspektive hat sich verändert.
3. Falsche Glaubenssätze, die dich verunsichern können
Viele Eltern hören Sätze wie:
„Dein Kind ist behindert und wird nie sprechen lernen.“
„Nur ein Cochlea-Implantat kann helfen.“
„Gebärdensprache behindert die Lautsprache.“
„Ohne Implantat wird dein Kind einsam bleiben.“
Nichts davon stimmt.
Kommt dir davon etwas bekannt vor?
Was, wenn wir dich beruhigen können, indem wir dir sagen,
dass das alles falsch ist? Wenn wir dir stattdessen aufzeigen können:
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denn in unserer Kultur würdest du zum Beispiel für dein taubes Kind beglückwünscht werden
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– alle Zeit der Welt habt und trotzdem mit der Deutschen Gebärdensprache eine gemeinsame Kommunikation aufbauen könnt, die absolut schmerzfrei ist und sogar riesigen Spaß macht
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ohne gestresst zusammenzubrechen
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die mit der Gebärdensprache als Muttersprache aufgewachsen sind, sind selbstbewusster und erfolgreicher, weil sie ihre Identität kennen
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die Gebärdensprache sogar die Lautsprachentwicklung deines Kindes positiv beeinflusst
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auch bei sämtlichen anderen möglichen Behinderungen mit Sprachbarrieren. Aus eigenen Erfahrungen wissen wir, dass nicht nur Menschen mit Trisomie 21 extremst von der Gebärdensprache profitieren…
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können in einer wie eigens für sie geschaffenen „sicheren Bubble“ kommunizieren, ohne (durch Unwissenheit) Gefühle zu verletzen – oder selbst verletzt zu werden
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und dem Wissen zur Gebärdensprache sind glücklicher, weil sie Zugriff auf beide Kulturen und Sprachen haben.
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Hörende Babys von hörenden Eltern, die die Gebärdensprache lernen, weisen einen höheren IQ auf, fördern ihr räumlich-visuelles Denken und kommen früher in die Lautsprache
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eine völlig neue und EINZIGARTIGE Beziehung auf Augenhöhe erleben, weil ihr eine gemeinsame Superkraft habt: die Gebärdensprache – mit der ihr gleichzeitig die Bildungschancen eures Kindes fördert.