Inklusion ist unser Alltag
VUNT: Ein Ort, an dem Sprache keine Barriere ist, sondern Verbindung schafft. Als Arbeitgeber leben wir Inklusion und Vielfalt, nicht nur als Konzept, sondern als gelebten Alltag.
Viele von uns sind selbst gehörlos oder hörgeschädigt und wissen aus eigener Erfahrung, wie wichtig echte Verständigung ist. Deshalb sprechen wir die Sprache unserer Mitarbeitenden und schaffen ein Arbeitsumfeld, in dem sich alle sicher ausdrücken, mitgestalten und entwickeln können. Denn nur dort, wo Menschen sich verstanden fühlen, können sie ihr Potenzial entfalten.
Unser Team
Domenico de Marco
– Ihr Ansprechpartner
“Warum Vunt? Weil echte Kommunikation kein Luxus ist, sondern Voraussetzung für Entwicklung und Selbstbewusstsein. Ich weiß, wie es ist, übersehen zu werden, und genau das möchte ich verändern.”
Ich bin Domenico de Marco, selbst hörgeschädigt, Papa von zwei CODA-Kindern und Mitinhaber der Vunt GbR.
Ich bin bilingual aufgewachsen, mit Lautsprache und Gebärdensprache. Meine Frau ist gehörlos und mit Gebärdensprache aufgewachsen. Gemeinsam leben wir mit unseren zwei hörenden Kindern in einer Familie, in der Gebärdensprache selbstverständlich ist. Sie ist für uns kein Hilfsmittel, sondern Teil unserer Identität.
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Haben Sie sich jemals gefragt, warum manche Kinder wütend oder still werden, obwohl sie eigentlich so viel zu sagen hätten?
Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut, denn ich war eines dieser Kinder. Doch in meiner frühen Kindheit spielte Gebärdensprache in meiner Familie keine Rolle, da die Lautsprache im Vordergrund stand und ich mich mühsam anpassen musste.
Meine Schulzeit begann in einer Regelschule, doch dort stieß ich schnell an Grenzen. Ich verstand vieles nicht und war oft wütend, weil ich den Sinn hinter all den Anforderungen nicht greifen konnte. Es war kein Scheitern an mir selbst, sondern schlicht die fehlende Brücke zur Kommunikation. Erst als ich auf eine Schule für Gehörlose und Hörgeschädigten ging, begriff ich, was es bedeutet, wirklich Zugang zu Kommunikation zu haben. Zum ersten Mal konnte ich mich ausdrücken, wurde verstanden und fühlte mich zugehörig.
Heute lebe ich mit meiner gehörlosen Frau und unseren zwei hörenden Kindern in einer stolzen CODA-Familie. Gebärdensprache ist unser Fundament. Sie ist für uns kein bloßes Hilfsmittel, sondern lebendige Identität, Beziehung und Freiheit. Aus dieser tiefen Überzeugung heraus habe ich meinen sicheren Job aufgegeben. Ich wollte nicht mehr nur zusehen, wie Familien Barrieren erleben, sondern aktiv dabei helfen, dass kein Kind mehr übersehen wird. Bei Vunt schaffe ich heute genau die Räume, in denen Familien sich emotional und sprachlich endlich auf Augenhöhe begegnen können.
Was ich heute bei Vunt für euch bewege:
Ich begleite Sie sicher und erfahren durch alle Antrags- und Förderverfahren.
Ich unterstütze Sie aktiv bei der Kommunikation mit Kitas, Schulen und Behörden.
Ich bringe meine tiefe Erfahrung aus der Gehörlosenkultur ein, um echte Teilhabe im Alltag zu ermöglichen.
Ich arbeite mit der Überzeugung, dass jedes Kind die Chance verdient, von Anfang an verstanden zu werden
Irena Popovic
“Vunt ist für mich mehr als Arbeit: Es ist Herz, Sprache, Empowerment, Vorbild und Verbindung.”
Ich bin Irena Popovic, geboren in Banja Luka – taub, zweifache Mama von zwei CODA-Kindern, Gründerin und Geschäftsführerin von Vunt und Vuntshop.
Vunt ist für mich mehr als Arbeit: Es ist Herz, Sprache, Empowerment, Vorbild und Verbindung. Ich bin in einer tauben Familie aufgewachsen. Zuhause mit meinen Eltern und meiner Schwester war Gebärdensprache selbstverständlich – dort konnte ich lachen, erzählen und verstanden werden. In der Schule, im Beruf und in meiner großen Familie (alle hörend, z. B. bei Weihnachtsfeiern oder Geburtstagen) war das ganz anders: keine Gebärdensprache, keine Unterstützung. Hier fühle ich mich sicher und geliebt – weil Kommunikation möglich ist.
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Später erfuhr ich, dass viele hörgeschädigte Kinder – bis zu 90 % – in ihren Familien keine echte Kommunikation erleben. Das hat mich tief bewegt. Meine Töchter sind hörend und bilingual – sie wachsen mit Gebärdensprache zu Hause und mit Lautsprache in Kindergarten, Schule und Gesellschaft auf. In unserer Familie – mit uns Eltern, Großeltern und Tante – ist Gebärdensprache selbstverständlich. So bleibt unsere Familie verbunden – in beiden Sprachen.
Diese Sicherheit möchte ich auch anderen Familien ermöglichen. 2016 habe ich mein Einzelunternehmen gegründet und begonnen, Familien im Alltag zu begleiten. Ich habe Aus- und Weiterbildungen abgeschlossen. 2021 entstand gemeinsam mit meiner Schwester die Vunt GbR – kurz darauf kam auch mein Mann dazu.
Heute ist Vunt ein wachsendes Team – viele unserer Kolleg*innen sind selbst hörgeschädigt. Mit vuntshop.de bringe ich meine Ideen als Produkte in die Community – als Zeichen von Stolz, Identität und Empowerment.
Imela Popovic
“Meine Botschaft ist klar: Kommunikation ist der Schlüssel zum Leben.
Wenn Familien DGS lernen, entsteht Nähe, Sicherheit und Selbstvertrauen – bei Kindern ebenso wie bei Eltern. Genau dafür stehe ich bei Vunt.”
Ich bin Imela Popovic, die taube jüngere Schwester von Irena. Meine ganze Familie stammt aus der Serbischen Republik. Meine Eltern sind ebenfalls taub, und wir gebärden in zwei Sprachen – in der Deutschen Gebärdensprache und in der Serbischen Gebärdensprache. Ich bin mit beiden Sprachen aufgewachsen.
Mein Lieblingsort ist zu Hause – jedes Mal, wenn ich die Haustür öffne, weiß ich:
Jetzt wird es lebendig! Überall wird durcheinander gebärdet denn alle wollen gleichzeitig etwas erzählen – Geschichten, Neuigkeiten, Alltagsmomente und Überraschendes.
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Es ist unglaublich wertvoll, all diese Informationen mitzubekommen.
Auf großen Familienfeiern ist es oft anders. Viele meiner Verwandten können nicht gebärden, dann bleiben die Gespräche kurz und oberflächlich. Das heißt, ich muss meine Möglichkeiten auf nur drei Menschen begrenzen, mit denen ich gebärden kann – und zwar auf meine Eltern und meine Schwester. Dadurch ist meinen Eltern auch erst viel später bewusst geworden, warum ihre eigenen Eltern und Familienangehörigen nie Gebärdensprache gelernt haben. Heute klappt die Kommunikation zwischen meinen Großeltern und mir als Enkelin nicht. Ich habe eine IT-Ausbildung beim Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverband Nordrhein-Westfalen e. V. in Wuppertal abgeschlossen und die Berufsschule in Essen besucht – bundesweit die einzige Berufsschule für hörgeschädigte Auszubildende.
In keinem meiner Unterrichtsfächer konnten meine Lehrer*innen gebärden. Das machte den Unterrichtsalltag für mich sehr anstrengend. Ich verstand kaum etwas und fühlte mich ausgeschlossen. Erst mit einem tauben Nachhilfelehrer in Deutscher Gebärdensprache konnte ich den Lernstoff wirklich verstehen und dank ihm meine Abschlussprüfung erfolgreich absolvieren.
Danach war ich unbefristet im Bereich des öffentlichen Dienstes bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder in Karlsruhe angestellt. Im Laufe von vielen Jahren habe ich die Arbeit meiner Schwester Irena immer verfolgt und erkannt, dass ich diesen Weg ebenfalls gehen möchte. Durch meine eigenen Erfahrungen möchte ich Familien unterstützen und begleiten – damit Kinder sich in ihrer Familie verstanden, sicher und zugehörig fühlen können.
Seit 2021 haben wir gemeinsam die Vunt GbR gegründet. Ich habe eine Weiterbildung mit pädagogischem Schwerpunkt im Bereich der Hausgebärdensprachkurse abgeschlossen.Meine Botschaft ist klar: Kommunikation ist der Schlüssel zum Leben. Wenn Familien DGS lernen, entsteht Nähe, Sicherheit und Selbstvertrauen – bei Kindern ebenso wie bei Eltern. Genau dafür stehe ich bei Vunt.
VUNT ALS
ARBEITGEBER
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Entdecken Sie unsere Leistungen
Gebärdensprachliche
Schulbegleitung
Unterstützung im Unterricht. Für barrierefreie Kommunikation, mehr Selbstwertgefühl im Klassenzimmer und echte Teilhabe am Schulleben.
Gebärdensprachliche
Assistenz in der Kita
Für verständliche Kommunikation, soziale Integration und eine stabile Identitätsentwicklung.
Hausgebärdensprachkurse
Sprachförderung direkt im Alltag – individuell und gebärden-sprachlich, um Kindern und Familien frühzeitig sichere Kommunikation und gemeinsame Entwicklung zu ermöglichen.